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Unser Körper - das rhythmische Urinstrument

Text nach Reinhard Flatischler, TaKeTiNa Institut – Wien

Lernen mit dem Körper ist elementar und direkt, weil keine technischen Fertigkeiten, die zum Spielen eines Musikinstrumentes notwendig sind, im Weg stehen. Mit dem "Instrument" unseres Körpers stehen uns mit Füssen, Händen und der Stimme zudem drei körperlichen Ausdrucksebenen zur Verfügung, die in Ta TaKeTiNa gezielt eingesetzt werden. Da die Hände und die Füße sich im Laufe des TaKeTiNa Prozesses in unterschiedlichen Rhythmen koordinieren, hat der Lernende keine willentliche Kontrolle über die Art und Weise, wie er/sie die Schritte setzt oder klatscht.

Im TaKeTiNa Prozess offenbart die Art und Weise, wie jemand klatscht, seinen Umgang mit willentlichem Handeln im täglichen Leben, während die Art und Weise, wie jemand seine Schritte im Grundpuls setzt, ein Spiegelbild seines Umgangs mit Geschehenlassen und Hingabe ist. Im Laufe des Prozesses fallen all die unterschiedlichen Bewegungsmuster auf ein organisches Maß zurück und das hat spürbare Auswirkungen auf das tägliche Leben des Lernenden. Die Stimme erweckt beim Sprechen der TaKeTiNa Rhythmussilben die Matrix eines Rhythmus im Nervensystem. So stimuliert die Stimme einerseits rhythmisches Urwissen, andererseits kann sie sich im weiteren Prozessverlauf kreativ entfalten.

Anstatt beliebige Rhythmuspattern zu vermitteln, arbeitet TaKeTiNa mit rhythmischen Urbildern.
Anstatt die Sensomotorik von Beginn an mit dem Spielen eines Instrumentes zu überlasten, aktiviert TaKeTiNa das Urinstrument, den Körper und führt den Lernenden zu seiner rhythmischen Quelle.